Probleme bei der Aufzucht

>>> Hallo und herzlich willkommen auf Koenigstigers-Urzeitkrebse.de. Hier erfahrt ihr alles Wissenswerte über die Zucht und Pflege von Urzeitkrebsen wie Triops Cancriformis - Triops Longicaudatus - Triops Australiensis - Lepidurus Apus - Artemia Franciscana - Artemia Parthenogenetica - Artemia spec. Sibiria - Artemia cf. Salina - Artemia Salina - Branchipus Schaefferii - Daphnia Magna - Daphnia Pulex und vielen anderen <<<
 

Home
Nach oben

Besucher :

Leider kommt es hin und wieder bei der Aufzucht zu Komplikationen. Darum an dieser Stelle eine Auflistung der häufigsten Probleme, ihrer Ursachen und ihrer Abwendung.

Die wohl häufigste Todesursache im Larvenstadium sind Temperaturschwankungen. Unterschiede von bis zu 2°C am Tag verkraften die Tierchen problemlos. Bei deutlich höheren Schwankungen, wie sie zum Beispiel bei direkter Sonneneinstrahlung oder aber auch durch ein geöffnetes Fenster, eine Heizung oder ähnliches auftreten können, können sehr schnell das Aus für die gesamte Zucht bedeuten. Hier kann durch einen geeigneten Standort Abhilfe geschaffen werden, mit einem Heizstab geht man dann auf Nummer Sicher.
Sehr häufig kippt das Wasser. Dies geschieht, wenn sich schädliche Bakterien zu schnell vermehren und das Wasser vergiften. Ursache für das Bakterienwachstum sind zu viele Futterreste und Detritus im Becken, die den Bakterien als Nahrungsgrundlage dienen, hohe Wassertemperatur und eine niedrige Sauerstoffsättigung. Verhindern kann man dies ganz einfach indem man häufig den Detritus und Futterreste absaugt, die Temperatur ein bisschen niedriger wählt und ein paar Wasserpflanzen einsetzt. Mooskugel und Wasserpest sind hier eine perfekte Kombination.
Oft kann man bei Triops innerhalb kürzester Zeit eine dramatische Verschlechterung und schließlich den Tod beobachten. Dies hat meist eine Nitritvergiftung zufolge. Nitrit entsteht wenn sich zu viel Nitrat im Becken befindet. Nitrat wird bei der Verdauung von Wassertieren als natürliches Abfallprodukt gebildet. Befinden sich sehr viele Tiere in dem Aquarium, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Nitritvergiftung hoch. Besonders bei Triops kann dieses leicht passieren, da sie eine enorm hohe Stoffwechselrate haben und somit sehr viel Nitrat produzieren. Verhindern kann man dies ganz leicht durch das Einsetzen von Wasserpflanzen. Wenn man ein wenig Wasserpest und Mooskugeln in dem Becken hat, ist das Risiko einer Nitritvergiftung nur noch sehr gering. Ein Schwammfilter, in dem sich nitratabbauende Bakterien einnisten können, kann auch hilfreich sein. Letzteres sollte man allerdings erst nach einigen Tagen zuschalten, damit die noch sehr kleinen und schwachen Jungtiere nicht eingesaugt werden.
Sauerstoffmangel tritt vor allem im Sommer oder bei aus sonstigen Gründen hohen Wassertemperaturen auf. Naturgemäß kann Wasser, je wärmer es ist, immer weniger Sauerstoff binden, welches für die Tiere dringend notwendig ist um zu leben. In den ersten Tagen sollte dies noch kein Problem sein, da die Larven so gut wie nichts verbrauchen. Sobald sie etwa 1cm messen, kann man durch leichtes umrühren oder den Einbau eines Ausströmersteins bzw. Schwammfilters das Becken leicht umwälzen und dadurch mit Sauerstoff anreichern. Wasserpflanzen sind hier auch eine angemessene Lösung.
Kannibalismus kommt leider auch immer wieder mal vor. Dieser ist normal, da Triops alles fressen, was klein genug ist um problemlos aufgenommen zu werden, da kann hin und wieder mal ein Geschwisterchen dran glauben, welches später nachgeschlüpft ist. Vermeiden kann man sowas leider nie ganz, jedoch gut eindämmen indem man die Tiere ausreichend und abwechslungsreich ernährt sowie ihnen genügend Platz bietet, damit sie sich aus dem Weg gehen können. Kannibalismus tritt verstärkt bei Platzmangel oder falscher Ernährung auf.
Ein ebenfalls häufig auftretendes Problem sind Deformierungen an den Panzern der Triops. Diese treten meistens bei einer schlechten Ernährung auf. Gewöhnt man die Triops zu spät an Kraftfutter um und bietet ihnen zu lange nur Grünfutter an, werden sie schnell ein Defizit an dringend benötigten Proteinen bekommen und dann bei bevorstehenden Häutungen schnell Deformierungen aufweisen. Diesem Problem kann man relativ einfach entgegenwirken, indem man bereits frühzeitig, wenn man die ersten Tiere erkennt, die das Erwachsenenstadium erreicht haben, mit der Fütterung von tierischem Proteinfutter beginnt. Hier sollte man lieber die Verschwendung der ersten Portionen in Kauf nehmen, um dann die Schäden eines Proteinmangels abzuwenden.

 

 

 

 

Home ] Nach oben ]

Copyright © 2005 - 2014 Königstigers Urzeitkrebse
Stand: 09. Oktober 2012
Impressum