Brutpflege

>>> Hallo und herzlich willkommen auf Koenigstigers-Urzeitkrebse.de. Hier erfahrt ihr alles Wissenswerte über die Zucht und Pflege von Urzeitkrebsen wie Triops Cancriformis - Triops Longicaudatus - Triops Australiensis - Lepidurus Apus - Artemia Franciscana - Artemia Parthenogenetica - Artemia spec. Sibiria - Artemia cf. Salina - Artemia Salina - Branchipus Schaefferii - Daphnia Magna - Daphnia Pulex und vielen anderen <<<
 

Home
Nach oben

Besucher :

 

Wenn man alles richtig gemacht hat, sollten etwa 24 Stunden, nachdem man den Zuchtansatz oder die Eier ins Wasser gegeben hat, die ersten Nauplien durchs Wasser zucken ( 24 Stunden ist natürlich ein Wert unter Idealbedingungen! Es kann unter Umständen auch länger dauern. Bis zu zwei Wochen können durchaus vorkommen ).
In den ersten Tagen sind die Nauplien noch sehr schwach und werden sich nur wenig bewegen. Was sie nun vor allem brauchen ist Ruhe. Man sollte daher versuchen Stress so gut wie möglich zu vermeiden. Dies kann man am besten, indem man den Tieren ausreichend viel Licht zur Verfügung stellt, 12 Stunden oder noch mehr pro Tag wären gut. Unnötige Bewegung im Becken sollte auch vermieden werden, weshalb man Ausströmersteine usw. in den ersten Tagen abgestellt lassen sollte. Umstellen des Beckens sollte auch vermieden werden. Außerdem sollte man versuchen, am besten mit einem Heizstab, eine konstante Temperatur zu halten, da Temperaturschwankungen einer der häufigsten Gründe ist, warum Nauplien versterben. Optimal ist eine Bruttemperatur von 26,5°C. Schwankungen von ein bis maximal zwei Grad Celsius am Tag können Nauplien verkraften, mehr sollte es aber nicht sein ( solche Differenzen können schnell bei direkter Sonneneinstrahlung und starker Abkühlung in der Nacht durch ein geöffnetes Fenster entstehen ).
Füttern braucht man die kleinen Nauplien am ersten Tagen nicht, da sie noch keine Mundwerkzeuge ausgebildet haben und sie sich von einem kleinen Dotterbeutelchen ernähren, das ihnen am Körper angeheftet ist. Die erste eigenständige Nahrungsaufnahme erfolgt nach etwa einem Tag. Damit zu diesem Zeitpunkt aber schon genug Futter im Becken ist, sollte man, etwa sobald man die erste Nauplie entdeckt, eine winzige Zahnstocherspitze Aufzuchtsfutter füttern, damit wenigstens eine kleine Menge für "Frühchen" vorhanden ist. Sobald man die ersten Nauplien im dritten Nauplienstadium entdeckt ( erkennt man daran, dass sie ihre Schädelplatte und den Gabelschwanz ausbilden ), kann man je nach Bedarf Aufzuchtsfutter füttern. Dabei ist wichtig, dass man nie zuviel füttert. Eine häufige Todesursache in den ersten Tagen ist Wasservergiftung durch zu viele Bakterien im Wasser die durch verdorbenes Futter verursacht werden; darum lieber immer ein bisschen weniger, als zu viel füttern. Die richtige Futtermenge müsst ihr nach Gefühl bestimmen. Wenn von der letzten Fütterung noch grüne Krümelchen am Boden sein sollten, müssen diese zunächst abgesaugt werden; danach dann frisches Futter ins Becken geben.
Hin und wieder bilden sich größere Haufen Detritus oder sonstiger Schmutz auf dem Boden. Dieser sollte regelmäßig abgesaugt werden, da zu viel davon das Wasser, besonders bei hohen Temperaturen, schnell kippen lassen kann.
Auch bei fürsorglicher Pflege kommt es vor, das ein gewisser Prozentsatz der Nauplien in den ersten Lebenstagen verstirbt, dies ist vollkommen normal. Die Natur sortiert die "Schwachen" aus, damit genug Platz für die "Starken" vorhanden ist und sollte daher kein Anlass zur Sorge sein. Selbst bei Idealer Pflege überleben im Schnitt nur etwa 60% der Larven die ersten drei Lebenstage.

 

 

 

Home ] Nach oben ]

Copyright © 2005 - 2014 Königstigers Urzeitkrebse
Stand: 09. Oktober 2012
Impressum